CBAM Compliance Import Compliance Advisory

Fallstudien

Praxisnotizen aus der CBAM-Vorbereitung

Die folgenden Beispiele zeigen typische Arbeitsschritte aus Projekten zur CBAM-Vorbereitung. Im Mittelpunkt stehen Analyse, Datenstruktur, Berichtserstellung und Lieferantenabstimmung. Die finale Verifizierung durch Händler oder Lieferanten sowie formale Abgaben erfolgen in den vorgesehenen regulatorischen Schritten.

Eisen & Stahl

Stahlimporte: CN-Code-Analyse und Berichtsvorbereitung

Für einen Importeur wurden Importdaten strukturiert, potenziell CBAM-relevante CN-Codes identifiziert und Berichtsgrundlagen vorbereitet.

Ausgangslage

Das Unternehmen importierte regelmäßig stahlnahe Waren aus Drittstaaten. Die relevanten Informationen lagen verteilt in Zollunterlagen, Einkaufsdaten und Lieferantenlisten vor.

Vorgehen

  • Importdaten nach CN-Codes, Ursprungsländern, Lieferanten und Mengen strukturiert
  • CBAM-relevante Positionen markiert und Datenlücken dokumentiert
  • Berichtsvorlagen und interne Übersichten für die weitere Abstimmung erstellt
  • Offene Punkte für Lieferanten- beziehungsweise Händlerverifizierung vorbereitet

Stand der Umsetzung

Das Unternehmen verfügt über eine nachvollziehbare Arbeitsgrundlage für interne Abstimmungen. Die Verifizierung einzelner Händler- und Lieferantenangaben läuft weiter; formale Berichtspflichten und Abgaben werden im vorgesehenen regulatorischen Zeitfenster vorbereitet.

Aluminium

Aluminium: Lieferantendaten und Emissionswerte strukturiert

Bei wiederkehrenden Aluminiumimporten wurden Lieferanteninformationen gebündelt und mit den Importpositionen verknüpft.

Ausgangslage

Die Einkaufsabteilung hatte mehrere Lieferantenkontakte, aber keine einheitliche Übersicht über benötigte Emissionsinformationen, Ansprechpartner und Rückmeldestatus.

Vorgehen

  • Lieferantenliste mit relevanten Warenpositionen aufgebaut
  • Datenanforderungen für Emissionswerte und Nachweise vorbereitet
  • Rückmeldungen in eine prüfbare Struktur überführt
  • Berichte für die interne CBAM-Vorbereitung zusammengestellt

Stand der Umsetzung

Die Lieferantenkommunikation ist dokumentiert und auswertbar. Einzelne Angaben warten noch auf Bestätigung beziehungsweise Verifizierung durch Händler und Lieferanten.

Zement

Zementwaren: Datenraum für CBAM-relevante Importe

Für zementnahe Waren wurde ein CBAM-Datenraum aufgebaut, um Mengen, Ursprung und Emissionsinformationen konsistent nachzuhalten.

Ausgangslage

Die Datenlage war grundsätzlich vorhanden, aber nicht in einer Form, die für wiederkehrende CBAM-Prüfungen und Berichtsvorbereitung effizient nutzbar war.

Vorgehen

  • Warengruppen und CN-Codes konsolidiert
  • Ursprungsländer und Importmengen je Zeitraum ausgewertet
  • Standardwerte, verfügbare Lieferantendaten und offene Nachweise getrennt dargestellt
  • Management-Übersicht und operative Arbeitsliste erstellt

Stand der Umsetzung

Die relevanten Warenbewegungen können laufend geprüft werden. Die Berichtsvorbereitung ist angelegt; finale Bewertungen und spätere Abgaben erfolgen erst nach weiterer Daten- und Verifizierungsprüfung.

Mehrere Warengruppen

Mittelstand: CBAM-Readiness für Einkauf, Zoll und Finanzen

Ein mittelständisches Unternehmen erhielt eine abteilungsübergreifende CBAM-Struktur mit Verantwortlichkeiten, Datenübersichten und Berichtsvorbereitung.

Ausgangslage

Einkauf, Zoll und Finanzbereich arbeiteten mit unterschiedlichen Datenausschnitten. Für die Geschäftsführung fehlte eine klare Sicht auf Umfang, offene Punkte und nächste Schritte.

Vorgehen

  • Importdaten über mehrere Abteilungen zusammengeführt
  • CBAM-relevante Waren und Lieferanten priorisiert
  • Rollen, Zuständigkeiten und Rückfragewege dokumentiert
  • Berichte und Management Summary für die weitere Vorbereitung erstellt

Stand der Umsetzung

Das Unternehmen kann CBAM-Themen strukturierter steuern. Aktuell stehen weitere Lieferanten- und Händlerverifizierungen aus; die formale Abgabe beziehungsweise weitergehende Einreichungen werden für die Regelphase vorbereitet.

Praxis-Tipps für Ihre CBAM-Vorbereitung

Daten zuerst konsolidieren

Importdaten, CN-Codes, Ursprungsländer und Lieferanten sollten in einer gemeinsamen Struktur zusammengeführt werden.

Berichte früh vorbereiten

Berichtsvorlagen und Arbeitslisten helfen, Datenlücken sichtbar zu machen, bevor Fristen näher rücken.

Verifizierung nachhalten

Offene Händler- und Lieferantenrückmeldungen brauchen Status, Frist und Verantwortlichkeit.

Keine Bewertung erzwingen

Wo rechtliche, steuerliche oder zollrechtliche Fragen offen sind, sollten die Informationen gezielt für Fachberater aufbereitet werden.

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Wir analysieren Importdaten, bauen Berichtsgrundlagen auf und halten offene Lieferanten- beziehungsweise Händlerangaben transparent nach.

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